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Mit guter Laune der Kälte trotzen

Da waren sie wieder die Mieter der Hamborner Max- und Emscher Straße: Pünktlich um 14.30 Uhr standen sie vor dem Mietertreff an der Maxstraße und warteten auf den Bus. Doch nicht lange und der komfortable Reisebus rollte an und hatte schon die WoGe Mieter aus Wanheimerort an Bord. Von hier aus ging es dann Richtung Xanten. Wobei viele ihr Glück kaum fassen konnten, war es doch nur ein paar Tage zuvor überall verschneit gewesen. Dies war dann auch der Grund, weshalb manche Teilnehmer, die eigentlich mit wollten, abgesagt hatten. Doch wie so oft im Leben, sollte man ein bisschen Zutrauen haben und auf sein Glück vertrauen, denn die Sonne lachte am Himmel während der gesamten Fahrt in Deutschlands einziges Städtchen, dessen Namen mit einem "X" anfängt.
Und das Wetter blieb den WoGe Mietern holt, denn in der ganzen Zeit gab es praktisch keinen Regen, wenn man die "ausdünstende Feuchtigkeit", wie WoGe Geschäftsführer Volker Dittrich dies ausdrückte, für drei Minuten mal außer Acht lässt. Die richtige Stimmung für eine solche Fahrt also, die schon mit der Abfahrt in Hamborn begann, denn Fahrtorganisatorin Katrin Dittrich hatte die richtige Zutat bereit, um die Stimmung ein bisschen anzuheizen. Sechs Liter Glühwein hatte sie in fleißiger Heimarbeit zubereitet, die im Bus ausgeschenkt wurde. So war man schon guter Stimmung als man am Rande des Xantener Marktes, auf dem auch der Weihnachtsmarkt stattfand, ausstieg.
Schnell war noch ein Gruppenfoto gemacht, und dann ging es in kleinen Gruppen über den beschaulichen Markt, der sowohl in Auswahl als auch in der Größe genügend Raum bot, um hier in aller Ruhe zu schauen. Überhaupt wurde dies absolut positiv gewertet, dass es hier weder großes Gedränge noch lange Schlangen an den Ständen gab. Im Schatten des Xantener Doms ließ sich gut bummeln, wobei einige Teilnehmer der Fahrt auch die Gelegenheit nutzten, um sich mal den Dom von innen anzuschauen. Andere wiederum nutzen die Möglichkeit, in einigen der vielen Xantener Geschäfte zu gehen, um sich für das ein oder andere Weihnachtsgeschenk umzuschauen. Die weitaus meisten genossen jedoch die schöne Atmosphäre des Weihnachtsmarktes und genossen Speis und Trank. Ganz angetan waren einige von dem Stand mit dem "Niederrheinischen Döner": Eine Kombination von Spannferkelfleisch mit lecker gewürztem Krautsalat in einem Fladenbrot. Da schmeckte dann der anschließende Glühwein nochmal so gut.
Erst beim Einstieg in den gewärmten Bus fiel einigen Mitfahrern auf, dass es draußen doch ganz schön kalt gewesen war. Hatte man jedoch gar nicht so richtig wahrgenommen, denn die gute Laune beim Weihnachtsmarktbesuch hatte dafür gesorgt, die Kälte zu vergessen. Was kann man besseres von einer solchen Mieterfahrt sagen. Schon auf der Rückfahrt fragten viele Teilnehmer, welchen Weihnachtsmarkt man denn im nächsten Jahr ansteuern könne.

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Gemeinsam ist einfach alles besser!

„Im Grunde haben wir beide nur Vorteile!“ Greta „Gretchen“ Müller* und Hilde Zorowski* (*Namen redaktionell geändert) sind sich einig. Noch vor zweieinhalb Jahren ging es beiden schlechter. Gretchen, mit ihren 79 Jahren, wusste oft nicht, wie sie in den Supermarkt kommen sollte, um einfach nur ein bisschen Brot und Aufschnitt zu kaufen. Die Beine wollten da auch schon nicht mehr. Doch dies war noch nicht mal am schlimmsten. Die Langeweile ließ sie schlicht verzweifeln. Früher war sie gerne tanzen gegangen: Mit ihren Freundinnen hatte sie dann geklönt, Gott und die Welt waren die Themen und auch ein bisschen Politik stand immer mal wieder an. Als das mit dem Tanzen nicht mehr so klappte, stand der Besuch im Kaffeehaus an, die Themen blieben aber gleich. „Ich hatte immer gerne Menschen um mich. Aber dann sind meine Freundinnen nach und nach gestorben!“ Allein habe der Besuch im Café nicht so richtig Spaß gemacht, bekundet sie, trotzdem machte sie sich regelmäßig auf den Weg, um „was vom Leben mitzubekommen“, sagt sie und zeigt auf ihre bandagierten Beine: „Mit denen war dann aber bald jeder Weg zu weit!“ Auf einem dieser „zu weiten Wege“ traf sie dann auf Hilde, die damals mit ihren 81 Lenzen zwar zwei Jahre älter war, jedoch ungleich beweglicher. Doch auch Hilde war nicht glücklich, hatte sie doch erst vor ein paar Monaten ihren Mann verloren. Die Welt brach zusammen, erinnerte sich Hilde, die zunächst vor einem großen „Nichts“ stand. Die Gespräche mit dem vertrauten Partner fehlten einfach. Hilde: „Und die 95 Quadratmeter Wohnung, die wir beide gemeinsam hatten, fraß mich regelrecht auf. Das konnte ich einfach alles nicht.“ Ihre Kinder wollten ihr schon einen Heimplatz besorgen. „Auf keinen Fall, ins Heim geh ich nicht!“ Aus dieser eindeutigen Ablehnung entwickelte sich dann der Plan eine kleinere Wohnung zu suchen, was auch geschah. Nachdem sie sich dort ein wenig eingelebt hatte, traf sie dann auf Gretchen, die mit ihrer kleinen Supermarkttüte kaum vorankam: „Ich habe ihr dann geholfen und beim nachhause Weg ist uns aufgefallen, dass wir ja nur drei Haustüren voreinander weg wohnen. Gretchen hat mich dann zum Dank zu einem Kaffee eingeladen. Erst wollte ich nicht, doch zum Glück bin ich dann doch mitgegangen: Wir haben einen wunderschönen Nachmittag gehabt und viel erzählt.“ Seit zweieinhalb Jahren ergänzen sich die beiden auf diese vorteilhafte Weise: Hilde hat wieder jemanden, dem sie helfen kann, und Gretchen genießt die Stunden, wo wieder Gott und die Welt zu lebhaften Gesprächen führen. „Diese Geschichte hat sich vor etlichen Jahren in einem unserer Wohnsiedlungen zugetragen. Ich hörte nur durch Zufall davon“, beschreibt der WOGE Ruhrgebiet Geschäftsführer Volker Dittrich und fügt an: „Im Grunde ist dies doch eine tolle Sache. In vielen unserer Häuser wohnen ältere Mieter, die häufig nur jemanden suchen, um sich mal zu unterhalten, nicht nur allein vor dem Fernseher sitzen wollen oder mal eine Tüte Milch aus dem Supermarkt brauchen.“ So werden Gretchen und Hilde nun zum Beispiel für „Hilfe gesucht!“ Die Idee dahinter ist die Überlegung, dass es wahrscheinlich viele Menschen gibt, die sich als ehrenamtliche Hilfskräfte zum Beispiel um ältere Mieter kümmern würden: Gespräche, vorlesen, einfach da sein. „Dabei steht das Gemeinsame immer im Vordergrund“, beschreibt Volker Dittrich. Wer gerne helfen möchte oder einfach jemanden sucht, der gerne mal quatschen möchte, oder auch beim Spaziergang mitkommt, sollte sich bei der WOGE Ruhrgebiet unter der Rufnummer 02064 1630-222 melden. Hier kann man weitere Details erfahren. Katrin Dittrich, die „Hilfe gesucht“ auf die organisatorische Basis stellen will, fügt an: „Gemeinsam geht einfach alles besser!“



Zwischen neuester Hafentechnik und alter Klostertradition

Auf zum Kloster Kamp! So stand es in der vergangenen Mieterzeitung, doch manchmal kommt es anders als man denkt, denn nachdem die letzten Mieter in Wanheimerort auf der Kulturstraße in den Bus zugestiegen waren, verkündete Fahrt-Organisatorin Katrin Dittrich noch einen weiteren Programmpunkt. Bevor man zum Kloster nach Kap-Lintfort fuhr, ging es zunächst einmal zum Logport, wo ein Führer von der Hafengesellschaft Geschichte, Bedeutung und Funktion dieses wirtschaftlichen Vorzeigeprojektes von Duisburg eingehend beschrieb. Der Mann der Stunde war Erich Schauder, der als ehemaliger Planungsingenieur in rund einer Stunde die Highlights des Projekts Hafen aufzählte: 14 Million Quadratmeter Hafengelände in Gesamt Duisburg, zehn Stunden Fracht-Linien-Dienst nach Rotterdam, 220 Kilometer eigene Gleisanlagen, 45.000 Arbeitsplätze, die direkt und indirekt mit den Tätigkeiten im Hafen in Zusammenhang stehen, sowie jede Menge Autobahnanschlüsse, die Duisburg zur Logistikdrehscheibe in Europa machen. Sichtlich beeindruckt hörten die Mieter zu und waren ganz fasziniert vom Abstecher nach Rheinhausen. Danach ging es weiter: In knapp einer halben Stunde Fahrt traf man am Gasthaus zur Grenze ein, um das überaus leckere Schnitzel-Buffet zu genießen. Außen kross und innen ganz zart überzeugte die Küche des Hauses und lockte manchen auch zu einer zweiten Portion. Etwas früher als geplant ging es dann zum Kloster Kamp, wo unter blauen Himmel der Klostergarten zum Bummel einlud. Überhaupt Wetter: Auch bei dieser Mieterfahrt lachte die Sonne vom Himmel! Offenbar muss Katrin Dittrich als WOGE-Mieterfahrt-Organisatorin ein glückliches Händchen bei der Terminauswahl für die Fahrten haben. Das Wetter ist praktisch immer perfekt. Dabei war das Wetter am 10. Mai durchaus ein Glücksfall, denn noch einige Tage zuvor war es für die Jahreszeit einfach zu kalt gewesen. Dies bemerkte man am Tag der Fahrt jedoch nur an den Blüten der Kräuter und Blumen im Klostergartenbereich, denn die zeigten sich noch nicht in voller Farbenpracht. Trotzdem genoss man den Tag in vollen Zügen, der zum Abschluss noch einen Halt im Klostercafé vorhersah. Da wurde man mit leckerem Kaffee und einem Kuchen-Buffet der Sonderklasse überrascht. Nach dieser besonderen Leckerei ging es dann gegen 16 Uhr auf den Heimweg Alle waren sich wieder einmal einig, dass auch die nächste Fahrt der WOGE Ruhrgebiet nicht verpasst werden sollte: Dann geht es nach Bad Sassendorf (siehe oben).