Aktuelles

» Fahrt nach Bad Sassendorf
» Hilfe gesucht
» Woge Fahrt nach Kloster Kamp

Salz ist der Ursprung des Bäderbetriebs

Ziel der nächsten Mieterfahrt der WOGE Ruhrgebiet ist Bad Sassendorf. Das Städtchen liegt im Zentrum der Soester Börde am Südrand der Westfälischen Bucht. Nicht weit von Bad Sassendorf findet sich der Möhnesee, die zweitgrößte Talsperre in Nordrhein-Westfalen. Bad Sassendorf kann auf eine lange Geschichte zurück blicken. Ursprünglich gehörte das Örtchen zum merowingisch-fränkischen Kulturkreis. Geschichtlich relevant wurde Sassendorf zwischen 1169 und 1179. Der Kölner Erzbischof Philipp I. von Heinsberg verschenkte nämlich verschiedene Güter und Ländereien an das Kloster St. Walburgis in Soest und dies wurde natürlich in einer Urkunde festgehalten. Zur Schenkung gehörte auch das Salzhaus (domum salinam) in Sassendorf. Salz war also schon in dieser Zeit Grundlage der wirtschaftlichen Entwicklung. Der sogenannte „Sälzer-Esel“ erinnert an die jahrhundertealte Wirtschaftstradition und sein Standort in der „City“ Sassendorfs ist kein Zufall, denn der Standort der heutigen Bronzeplastik markiert den Sälzerplatz. Im Grunde ist dies der Ursprung der alten Salzstadt. In der Blütezeit der „Salzzeit“ flackerte hier das Feuer unter bis zu elf Salzpfannen. Tag und Nacht waren die Siedeknechte wach, um die Pfannen zu beheizen, das Salz in den Siedepfannen umzurühren, das fertige Salz zu trocknen, zu bunkern und transportfertig zu machen. Nach und nach wurde diese Art der Salzgewinnung durch den bergmännischen Salz-Abbau abgelöst. Salz ist aber auch heute noch bestimmender Faktor des Wirtschaftslebens. Bereits um 1817 gab es intensive Bemühungen, die Sassendorfer Sole zu Bade- und Heilzwecken zu benutzen. Am 10. Mai 1906 war es dann soweit: Das Dorf durfte das Prädikat Bad tragen. 1975 wurde Bad Sassendorf dann endgültig als Moor- und Sole-Heilbad staatlich anerkannt. So entstanden in den vergangenen zweihundert Jahren viele Einrichtungen rund um den Badbetrieb. Der Kurpark steht dabei neben den zahlreichen Kliniken und Bädern besonders im Vordergrund. Hier ist man richtig aufgehoben, wenn man einen Bummel machen möchte: Mit den integrierten Themengärten gibt es eine fast schon unüberschaubare Fülle an Pflanzen. Doch besonders Rosengarten, Rhododendrenpark, Staudengarten und Bauerngarten fasziniert Besucher jeden Alters. Ein besonderes Erlebnis verspricht auch der Wildpark, der unter dem Namen Freiherr-von-Wintzingerode-Park ein Begriff ist. Beim Spazieren gehen kann einem hier durchaus Damhirsch begegnen. Neben dem äsenden Damwild lassen sich auch immer wieder Pfaue fast auf Tuchfühlung blicken. Die WOGE Ruhrgebiet fährt in das beschauliche Bad Sassendorf am 6. September 2017. Konkrete Abfahrtszeiten werden dann bekannt gegeben, wenn das Tagesprogramm exakt festgezurrt ist. Wer an dieser Mieterfahrt teilnehmen möchte, meldet sich wie üblich in der Geschäftstelle der WOGE unter 02064 1630-222. Der Tagesausflug nach Bad Sassendorf kostet wie immer 20 Euro. Und auch diesmal gilt, dass die Plätze im Bus begrenzt sind, weshalb man sich frühzeitig melden sollte, wenn man mitfahren will.



Gemeinsam ist einfach alles besser!

„Im Grunde haben wir beide nur Vorteile!“ Greta „Gretchen“ Müller* und Hilde Zorowski* (*Namen redaktionell geändert) sind sich einig. Noch vor zweieinhalb Jahren ging es beiden schlechter. Gretchen, mit ihren 79 Jahren, wusste oft nicht, wie sie in den Supermarkt kommen sollte, um einfach nur ein bisschen Brot und Aufschnitt zu kaufen. Die Beine wollten da auch schon nicht mehr. Doch dies war noch nicht mal am schlimmsten. Die Langeweile ließ sie schlicht verzweifeln. Früher war sie gerne tanzen gegangen: Mit ihren Freundinnen hatte sie dann geklönt, Gott und die Welt waren die Themen und auch ein bisschen Politik stand immer mal wieder an. Als das mit dem Tanzen nicht mehr so klappte, stand der Besuch im Kaffeehaus an, die Themen blieben aber gleich. „Ich hatte immer gerne Menschen um mich. Aber dann sind meine Freundinnen nach und nach gestorben!“ Allein habe der Besuch im Café nicht so richtig Spaß gemacht, bekundet sie, trotzdem machte sie sich regelmäßig auf den Weg, um „was vom Leben mitzubekommen“, sagt sie und zeigt auf ihre bandagierten Beine: „Mit denen war dann aber bald jeder Weg zu weit!“ Auf einem dieser „zu weiten Wege“ traf sie dann auf Hilde, die damals mit ihren 81 Lenzen zwar zwei Jahre älter war, jedoch ungleich beweglicher. Doch auch Hilde war nicht glücklich, hatte sie doch erst vor ein paar Monaten ihren Mann verloren. Die Welt brach zusammen, erinnerte sich Hilde, die zunächst vor einem großen „Nichts“ stand. Die Gespräche mit dem vertrauten Partner fehlten einfach. Hilde: „Und die 95 Quadratmeter Wohnung, die wir beide gemeinsam hatten, fraß mich regelrecht auf. Das konnte ich einfach alles nicht.“ Ihre Kinder wollten ihr schon einen Heimplatz besorgen. „Auf keinen Fall, ins Heim geh ich nicht!“ Aus dieser eindeutigen Ablehnung entwickelte sich dann der Plan eine kleinere Wohnung zu suchen, was auch geschah. Nachdem sie sich dort ein wenig eingelebt hatte, traf sie dann auf Gretchen, die mit ihrer kleinen Supermarkttüte kaum vorankam: „Ich habe ihr dann geholfen und beim nachhause Weg ist uns aufgefallen, dass wir ja nur drei Haustüren voreinander weg wohnen. Gretchen hat mich dann zum Dank zu einem Kaffee eingeladen. Erst wollte ich nicht, doch zum Glück bin ich dann doch mitgegangen: Wir haben einen wunderschönen Nachmittag gehabt und viel erzählt.“ Seit zweieinhalb Jahren ergänzen sich die beiden auf diese vorteilhafte Weise: Hilde hat wieder jemanden, dem sie helfen kann, und Gretchen genießt die Stunden, wo wieder Gott und die Welt zu lebhaften Gesprächen führen. „Diese Geschichte hat sich vor etlichen Jahren in einem unserer Wohnsiedlungen zugetragen. Ich hörte nur durch Zufall davon“, beschreibt der WOGE Ruhrgebiet Geschäftsführer Volker Dittrich und fügt an: „Im Grunde ist dies doch eine tolle Sache. In vielen unserer Häuser wohnen ältere Mieter, die häufig nur jemanden suchen, um sich mal zu unterhalten, nicht nur allein vor dem Fernseher sitzen wollen oder mal eine Tüte Milch aus dem Supermarkt brauchen.“ So werden Gretchen und Hilde nun zum Beispiel für „Hilfe gesucht!“ Die Idee dahinter ist die Überlegung, dass es wahrscheinlich viele Menschen gibt, die sich als ehrenamtliche Hilfskräfte zum Beispiel um ältere Mieter kümmern würden: Gespräche, vorlesen, einfach da sein. „Dabei steht das Gemeinsame immer im Vordergrund“, beschreibt Volker Dittrich. Wer gerne helfen möchte oder einfach jemanden sucht, der gerne mal quatschen möchte, oder auch beim Spaziergang mitkommt, sollte sich bei der WOGE Ruhrgebiet unter der Rufnummer 02064 1630-222 melden. Hier kann man weitere Details erfahren. Katrin Dittrich, die „Hilfe gesucht“ auf die organisatorische Basis stellen will, fügt an: „Gemeinsam geht einfach alles besser!“



Zwischen neuester Hafentechnik und alter Klostertradition

Auf zum Kloster Kamp! So stand es in der vergangenen Mieterzeitung, doch manchmal kommt es anders als man denkt, denn nachdem die letzten Mieter in Wanheimerort auf der Kulturstraße in den Bus zugestiegen waren, verkündete Fahrt-Organisatorin Katrin Dittrich noch einen weiteren Programmpunkt. Bevor man zum Kloster nach Kap-Lintfort fuhr, ging es zunächst einmal zum Logport, wo ein Führer von der Hafengesellschaft Geschichte, Bedeutung und Funktion dieses wirtschaftlichen Vorzeigeprojektes von Duisburg eingehend beschrieb. Der Mann der Stunde war Erich Schauder, der als ehemaliger Planungsingenieur in rund einer Stunde die Highlights des Projekts Hafen aufzählte: 14 Million Quadratmeter Hafengelände in Gesamt Duisburg, zehn Stunden Fracht-Linien-Dienst nach Rotterdam, 220 Kilometer eigene Gleisanlagen, 45.000 Arbeitsplätze, die direkt und indirekt mit den Tätigkeiten im Hafen in Zusammenhang stehen, sowie jede Menge Autobahnanschlüsse, die Duisburg zur Logistikdrehscheibe in Europa machen. Sichtlich beeindruckt hörten die Mieter zu und waren ganz fasziniert vom Abstecher nach Rheinhausen. Danach ging es weiter: In knapp einer halben Stunde Fahrt traf man am Gasthaus zur Grenze ein, um das überaus leckere Schnitzel-Buffet zu genießen. Außen kross und innen ganz zart überzeugte die Küche des Hauses und lockte manchen auch zu einer zweiten Portion. Etwas früher als geplant ging es dann zum Kloster Kamp, wo unter blauen Himmel der Klostergarten zum Bummel einlud. Überhaupt Wetter: Auch bei dieser Mieterfahrt lachte die Sonne vom Himmel! Offenbar muss Katrin Dittrich als WOGE-Mieterfahrt-Organisatorin ein glückliches Händchen bei der Terminauswahl für die Fahrten haben. Das Wetter ist praktisch immer perfekt. Dabei war das Wetter am 10. Mai durchaus ein Glücksfall, denn noch einige Tage zuvor war es für die Jahreszeit einfach zu kalt gewesen. Dies bemerkte man am Tag der Fahrt jedoch nur an den Blüten der Kräuter und Blumen im Klostergartenbereich, denn die zeigten sich noch nicht in voller Farbenpracht. Trotzdem genoss man den Tag in vollen Zügen, der zum Abschluss noch einen Halt im Klostercafé vorhersah. Da wurde man mit leckerem Kaffee und einem Kuchen-Buffet der Sonderklasse überrascht. Nach dieser besonderen Leckerei ging es dann gegen 16 Uhr auf den Heimweg Alle waren sich wieder einmal einig, dass auch die nächste Fahrt der WOGE Ruhrgebiet nicht verpasst werden sollte: Dann geht es nach Bad Sassendorf (siehe oben).