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» Jubiläumsfest fand nicht statt
» Betrüger auf der Corona-Masche
» Der „Sicher-Wohnen-Fonds“



Jubiläumsfest fand nicht statt

Seit gut einem Jahr liefen die Planungen und inzwischen war auch alles gebucht und bestellt. Doch angesichts des immer unsicher werdenden Verlaufs im Zuge der Coronavirus-Erkrankungen kamen ab Mitte Februar Überlegungen auf, dass das Jubiläumsfest besser abgesagt werden sollte. Anfang März war es dann soweit: Die Verantwortlichen der Wohnungsgesellschaft Ruhrgebiet hatten die Notbremse gezogen. Das Jubiläumsfest zum 90-jährigen Bestehen der Wohnungsgesellschaft in der schauinsland-Arena Duisburg wurde abgesagt.
„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht und bedauern dies sehr“, betont der Geschäftsführer der WoGe Ruhrgebiet Volker Dittrich und fügt an: „Mit diesem Fest wollten wir besonders unsere langjährigen Mieter für ihre Treue danken. Diese sind mit uns zum Teil schon über 40 Jahre verbunden. Dies bedeutete aber auch, dass viele von diesen Mietern und Mieterinnen über 80 Jahre alt sind.“ Sie gehören damit zu der Risikogruppe, die besonders anfällig für schwere Verläufe von Coronavirus-Erkrankungen sind. „Dies Risiko wollten wir unseren Mietern nicht zumuten, weshalb wir uns entschlossen haben, unser Jubiläumsfest abzusagen“, betonte auch der Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Wohnungsgesellschaft, Frank Welsch, Anfang März.
Was nun aus dem Jubiläum wird, ist derzeit noch nicht entschieden, erläuterte Volker Dittrich: „Nun kommt es zunächst darauf an, dass wir alle gesund bleiben. Wenn die Corona-Virus-Epidemie überstanden ist, schauen wir weiter.“ Und auch Frank Welsch blickt voraus: „Wenn sich die Situation wieder beruhigt hat, werden wir überlegen, ob und wie man das Jubiläum dann angemessen würdigen kann.“




Betrüger auf der Corona-Masche

Viele Menschen machen sich derzeit Gedanken darüber, wie sie ihren Mitmenschen helfen können: Boten- und Einkaufsdienste für ältere oder besonders vom Corona-Virus gefährdete Menschen sind da im Angebot. Das ist lobenswert und sollte auch entsprechend von uns mit Dank gewürdigt werden. Leider ist es jedoch auch so, dass skrupellose Mitmenschen versuchen über die Corona-Angst ihr „Geschäft“ zu machen. Deshalb hier die Tipps der Polizei:

  1. Trauen Sie keinem Anrufer und auch keinem Menschen, der bei Ihnen klingelt, egal ob der- oder diejenige angibt, Vertreter einer Behörde oder auch von der Polizei zu sein. Behördenvertreter oder auch die Polizei werden Sie nie anrufen oder vorbeikommen, um sich bei Ihnen zu erkunden, was Sie an Bargeld, Schmuck, Wertgegenständen oder auch andere Vermögensbestände zuhause oder zur Verfügung haben und wie Sie diese verwahren. Wenn Ihnen solche Fragen von angeblichen Behördenvertretern oder Polizisten am Telefon oder an der Tür gestellt werden, müssen sofort alle Alarmglocken schrillen.
  2. Verraten Sie am Telefon oder an der Tür keinesfalls sensible Informationen egal welcher Art (Kontodaten, häuslicher Bargeldbestand, geplante Reisen, etc.).
  3. Übergeben Sie nie Wertsachen und Bargeld zur Verwahrung an Personen, die Sie nicht kennen und tätigen Sie auch keine Zahlungen und Überweisungen an Ihnen unbekannte Personen. Behörden werden Sie nie per Telefon oder an der Tür zu irgendwelchen Zahlungen auffordern.
  4. Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, merken Sie sich die auf ihrer Telefonanzeige erscheinende Telefonnummer, brechen Sie dann das Telefonat ab und verständigen Sie sofort die Polizei.
  5. Vertrauen Sie niemals der sichtbaren Telefonnummer auf dem Display Ihres Telefons. Auch wenn die angezeigte Nummer scheinbar die der Polizei oder einer anderen Behörde sein sollte, heißt dies nicht automatisch, dass der Anrufer auch von dort telefoniert. Diese Nummern können vorgetäuscht und über das Internet generiert worden sein. Nutzen Sie deshalb auch nicht die ‚Rückruftaste‘, sondern suchen Sie selbst die Nummer der für Sie zuständigen Polizei oder der Behörde heraus.
  6. Ziehen Sie im Zweifel eine Vertrauensperson oder jederzeit Ihre Polizei zu Rate. Sollten Sie von angeblichen ‚Polizeibeamten‘ telefonisch kontaktiert werden, legen Sie auf und rufen unverzüglich die zuständige Polizeidienststelle unter deren offizieller Nummer oder auch über die Notrufnummer 110 an. Dies gilt auch bei persönlicher Vorsprache an der Tür!
  7. Seien Sie auch in Zeiten von ‚Corona‘ gegenüber angeblichen Behördenvertretern oder sonstigen Personen am Telefon oder an der Tür misstrauisch, insbesondere dann, wenn sich das Gespräch auf Ihre Vermögenswerte oder vertrauliche und persönliche Informationen bezieht.
  8. Helfen Sie auch älteren Mitgliedern Ihrer Familie und informieren diese über mögliche Betrugsarten.



Der „Sicher-Wohnen-Fonds“

Für Mieterinnen und Mieter wird sich bei Andauer der Corona-Virus-Krise die Frage stellen, wie sie denn die Mittel aus einem solchen Fonds bekommen könnten, so er denn umgesetzt wird. Bislang gibt es dazu folgende Vorstellung: Solche Mieter, die kurzfristig durch die Pandemie unverschuldet nicht mehr zur Zahlung ihrer Miete in der Lage sind (insbesondere Selbständige, zeitlich befristet Beschäftigte, Künstler, von Kurzarbeit Betroffene) bekämen ihre Miete durch den Fonds bezahlt. Der Mieter würde beim Fonds die Übernahme seiner Miete, soweit diese nicht gezahlt werden kann, beantragen. Mit dem Eingang des Antrags beim Fonds ist die ordentliche und die außerordentliche Kündigung des Mietverhältnisses wegen Zahlungsverzugs für eine bestimmte Dauer ausgeschlossen. Dazu müsste der Mieter zum Beispiel die Kündigung des Arbeitsvertrages, Kurzarbeit oder auch die Darstellung der bisherigen Tätigkeit nachweisen. Die Miete würde dann direkt an den Vermieter ausgezahlt, womit der Fortbestand des Mietverhältnisses gesichert wäre. Ob diese Zahlung dem Mieter als Zuschuss oder zinsloser Kredit gewährt wird, würde nach Beendigung der Krise nach einer Bedürftigkeitsprüfung ermittelt. Dabei sollte die Antragstellung durch den Mieter unkompliziert und (auch) im Online Verfahren möglich sein. Die Wohnungsgesellschaft Ruhrgebiet würde ihre Mieter bei der Beantragung unterstützen, falls es zu so einem solchen Fonds kommt.

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