Aktuelles

» Jubiläum der WoGe Ruhrgebiet
» WoGe-Team beim Lichterlauf
» Stichwort Mietendeckel



WoGe Ruhrgebiet wird 90 Jahre alt

„Feste soll man feiern wie sie fallen!“ Eingedenk dieses alten Mottos geht auch die WoGe Ruhrgebiet am 26. März 2020 daran, ihren 90. Geburtstag zu feiern. Wie schon in der letzten Ausgabe „Neues aus der WoGe“ erwähnt wurde, wird auch dieses Fest in der Schauinsland-Arena, MSV Stadion, stattfinden. Von 15 bis etwa gegen 18.30 Uhr steigt die famose Sause, versprechen die Festorganisatorinnen Katrin Dittrich und Erika Evers, die rund 100 Gäste erwarten, die alle eines gemeinsam haben: „Sie sind gefühlt schon seit Ewigkeiten Mieter beziehungsweise Mieterinnen bei der WoGe Ruhrgebiet“, erläutern Katrin Dittrich und Erika Evers. Dazu zählt zum Beispiel die Tante des heutigen Geschäftsführers Irmgard Klömpges. Die wohnt bereits seit mehr als 92 Jahren bei der Woge. „Hallo“ mag nun mancher sagen, die WoGe selbst ist doch erst 90 Jahre alt. Doch die Eltern von Irmgard Klömpges waren schon vor Gesellschaftsgründung der damaligen „Gemeinnützigen Wohnungsfürsorge Ruhrkohlenbezirk“ eingezogen. Irmgard Klömpges war damals etwa zwei Jahre alt. Am Festtag dürfen sich die langjährigen Mieter und Mieterinnen auf einen Sektempfang, Ehrungen und Essen freuen, wobei die WoGe Ruhrgebiet mit Currywurst und/oder Gulaschsuppe zu Traditionsgerichten der Region einlädt. Alle, die zu dieser Personengruppe zählen, werden persönlich mittels Brief im Dezember beziehungsweise Januar eingeladen. Und auch musikalisch gibt es mit dem Shantychor etwas fürs Herz. Für Schlagerfans kommt noch das Helene Fischer Double aus Dinslaken, um für prima Stimmung zu sorgen. Abgerundet wird das Ganze mit dem Duisburger Bürgermeister Volker Mosblech, der auch schon zum 85. Geburtstag der WoGe Ruhrgebiet das Grußwort der Stadt verkündete.
So darf man also gespannt sein, auf das Fest zum 90. Geburtstag, wobei sich viele Gäste, die schon beim 85. dabei waren, vielleicht erinnern, dass auch das letzte Geburtstagsfest an einem 26. März stattfand. Und auch vor fünf Jahren war dies ein Donnerstag.




WoGe Ruhrgebiet-Team sorgte wieder für Licht

Als Mitglied des Werbeverbundes „Die Duisburger Wohnungsgenossenschaften – Ein sicherer Hafen“ ist auch die WoGe Ruhrgebiet regelmäßig im Herbst dabei, wenn es darum geht, Licht für Duisburgs beliebteste Laufstrecke an der Regattabahn zu schaffen. Hintergrund des so genannten Lichterlaufs ist die Tatsache, dass der Rundweg entlang der Regattabahn im Sportpark Duisburg im Jahr 2003 mit Laternen bestückt wurde. Damals hatten die Stadtwerke insgesamt 180 Laternen installiert, um den Läufern und Läuferinnen auch in den Abendstunden ein ungefährdetes Laufen zu ermöglichen. Doch die Masten sind bekanntlich nicht alles, denn auch der Strom muss bezahlt werden und hier betonten die Verantwortlichen der Stadtwerke, dass dies nicht vom städtischen Energieversorger bezahlt werden könne. Hieraus entstand der Lichterlauf, der Ende September zum 17. Mal veranstaltet wurde. Seit einigen Jahren sind dabei die Duisburger Wohnungsgenossenschaften der Namensgeber des Hauptlaufs über zehn Kilometer. Insgesamt traten 57 Läufer der Wohnungsgesellschaften zu den Läufen über fünf und zehn Kilometer selbst an. Damit stellten die Wohnungsgesellschaften auch in diesem Jahr das größte Einzelteam unter den insgesamt 1.550 Starter bei den Benefizrennen zugunsten der Beleuchtung an der Regattabahn. Mit 13 Läufern war auch die WoGe Ruhrgebiet dabei, wobei die meisten eine Runde um die Regattabahn absolvierten: Dies entspricht einer Strecke von fünf Kilometern.




Berliner Politik will den Mietendeckel

Schon im Sommer-Heft „Neues aus der WoGe“ beschäftigte sich der Geschäftsführer der WoGe Ruhrgebiet, Volker Dittrich, mit einem Thema, das auf den ersten Blick so gar nichts mit der WoGe Ruhrgebiet zu tun hat, bezieht es sich doch auf Berlin. Doch das Thema „bezahlbarer Wohnraum“ ist zu einem Kristallisationspunkt geworden, wo gut gemeinte Ideen, Vorschläge und Gesetze schnell dafür sorgen können, dass Wohnungspolitik schnell in die Sackgasse führt. So hat der Berliner Senat ein Gesetz erlassen, dass bundesweit unter dem Schlagwort „Mietendeckel“ bekannt geworden ist. „Das geht an der Realität komplett vorbei und wird insbesondere für die Berliner Wohnungsgenossenschaften einschneidende Folgen haben“ ist sich Volker Dittrich sicher: „Man kann nicht an einer Stellschraube drehen, ohne Wohnungsfinanzierungen, gesteigerte Wartungs- und Instandhaltungskosten ebenfalls zu deckeln.“ Dies würde aber bedeuten, dass die Bedingungen der sozialen Marktwirtschaft hin zu einem planwirtschaftlichen System geändert würden. „Das ist hingegen politisch nicht zu erwarten“, betont Volker Dittrich, der darauf verweist, was in Städten wie Berlin, aber auch in unseren Regionen helfen kann, Mietpreise nicht ins Unermessliche steigen zu lassen. Und da seien insbesondere Genossenschaften oder Wohnungsgesellschaften wie die WoGe Ruhrgebiet gefordert und bereit ihren Anteil an der Schaffung sozialen Wohnraums zu leisten. Eine Ausweitung von Neubauprojekten sei zügig möglich, wenn bezahlbares Bauland zur Verfügung gestellt werden würde, wenn Baubehörden eng mit den Gesellschaften zusammenarbeiten würden und wenn die Genossen- und Gesellschaften wirtschaftlich handeln könnten. Die Berliner Genossenschaften könnten dann nach eigener Einschätzung rund 2.000 neue Wohnungen pro Jahr errichten und nicht nur 800 wie im Jahr 2018. Ebenso wichtig sei ein zuverlässig durchgesetztes Mietrecht, das entsprechend angewandt werde, um Missbräuche und Verstöße gegen das Mietrecht wirkungsvoll durchzusetzen. Volker Dittrich: „Dies würde Miethaien schnell ihre Basis entziehen und die Mieterinnen und Mieter schützen. Wir haben mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch, dem Strafgesetzbuch und dem Wirtschaftsstrafgesetzbuch im Grunde alle Mittel, um unsere Mieter zu schützen. Wir müssen die Regelungen nur anwenden!“ Abschließend betont Volker Dittrich: „Wir als WoGe Ruhrgebiet verstehen uns als Anlaufstelle, die Mieterinnen und Mieter als Partner, Kunden und Auftraggeber versteht. Als Gesellschaft erwächst daraus natürlich die Verpflichtung, dass wir nachhaltig Wohnungen erstellen und betreiben, um solche Quartiere im Sinne des Gemeinwohls zur Verfügung zu stellen. Dies bedeutet auch, Modernisierungen angemessen, sozial verantwortlich und umweltverträglich durchzuführen. Kein Mieter wird bei uns durch Modernisierungsmaßnahmen seine Wohnung verlieren. Und offensichtlich haben wir in der Vergangenheit vieles richtig gemacht, denn sonst hätte wir nicht so viele Mieter, die schon seit Jahrzehnten, ja zum Teil ihr gesamtes Leben, bei uns eine Wohnung haben.“



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